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Gesundheitsthema

Bluthochdruck, Herz und Venen: Werte, Ursachen, Hilfe

Bluthochdruck tut nicht weh und bleibt deshalb oft lange unentdeckt. Hier erfahren Sie, welche Werte als erhöht gelten, wie Sie richtig messen, was Salz, Bewegung und Gewicht bewirken, was bei schweren Beinen und Krampfadern hilft und bei welchen Warnzeichen Sie sofort die 112 wählen sollten.

Was die Blutdruckwerte bedeuten

Der Blutdruck wird mit zwei Zahlen in mmHg angegeben. Der obere (systolische) Wert entsteht, wenn das Herz pumpt, der untere (diastolische) in der Entspannungsphase. Bei Erwachsenen gilt ein Blutdruck unter 140/90 mmHg als normal. Von Bluthochdruck spricht man, wenn wiederholt der obere Wert bei 140 oder darüber liegt, der untere bei 90 oder darüber, oder beide erhöht sind. Diese Grenzen sind Anhaltspunkte. Ab wann eine Behandlung mit Medikamenten sinnvoll ist, hängt vom persönlichen Risiko ab und wird ärztlich unterschiedlich bewertet. Der Blutdruck schwankt im Tagesverlauf ständig, etwa bei Anstrengung, Stress oder Aufregung. Ein einzelner hoher Wert ist deshalb noch kein Bluthochdruck.

Wie häufig Bluthochdruck ist und woher er kommt

In Deutschland haben etwa die Hälfte der Männer und rund 40 Prozent der Frauen einen erhöhten Blutdruck, mit dem Alter steigt der Anteil deutlich. Etwa 15 von 100 Betroffenen wissen nichts davon. Bei den meisten lässt sich keine einzelne Ursache finden. Man spricht dann von primärem oder essenziellem Bluthochdruck. Das Risiko steigt durch Übergewicht, salzreiche Ernährung, viel Alkohol, Rauchen, Bewegungsmangel und familiäre Veranlagung. Auch Stress und Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr werden diskutiert. Bei etwa 5 von 100 Betroffenen steckt eine andere Erkrankung dahinter, zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine verengte Nierenarterie. Auch Medikamente können den Blutdruck erhöhen, darunter Schmerzmittel wie Ibuprofen und Diclofenac, abschwellende Nasensprays und östrogenhaltige Verhütungsmittel.

Beschwerden und Folgen

Ein mäßig erhöhter Blutdruck verursacht in der Regel keine Beschwerden. Nur bei extrem hohen Werten können Schwindel oder Sehstörungen auftreten. Kopfschmerzen oder Nasenbluten sind kein verlässliches Zeichen, weil sie viele andere Ursachen haben. Auf Dauer macht hoher Druck die Arterien steifer und belastet das Herz. Das erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Durchblutungsstörungen der Beine und Nierenschäden. Wer zusätzlich raucht, Diabetes oder ungünstige Cholesterinwerte hat, trägt ein höheres Gesamtrisiko.

Richtig messen

Weil der Blutdruck schwankt, zählt nie eine einzelne Messung. Zur Bestätigung wird häufig eine 24-Stunden-Messung empfohlen, bei der ein kleines Gerät über Tag und Nacht regelmäßig misst. Alternativ wird mehrmals zu Hause gemessen. Bei der ersten Messung in der Praxis wird meist an beiden Armen gemessen, maßgeblich ist der höhere Wert. Für die Messung zu Hause hat sich bewährt: • vorher fünf Minuten ruhig sitzen, Füße auf dem Boden, nicht sprechen • die Manschette auf Herzhöhe am Oberarm, passend zum Armumfang • morgens vor der Medikamenteneinnahme und abends messen, möglichst zur gleichen Zeit • die Werte notieren und zum Arzttermin mitbringen Gesetzlich Versicherte können ab 35 Jahren alle drei Jahre einen Gesundheits-Check-up nutzen, zu dem auch eine Blutdruckmessung gehört.

Ärztliche Behandlung

Am Anfang steht meist der Lebensstil: abnehmen bei Übergewicht, salzärmer essen, wenig oder keinen Alkohol trinken, nicht rauchen und mehr bewegen. Manchmal reicht das, um den Blutdruck ausreichend zu senken. Genügt das nicht oder lässt sich der Alltag nicht umstellen, kommen Medikamente hinzu. Welche Wirkstoffe passen, hängt vom persönlichen Risiko für Folgeerkrankungen, von Begleiterkrankungen und von Nebenwirkungen ab. Nutzen und Nebenwirkungen sollten vor Beginn abgewogen werden. Ärztlich verordnete Medikamente nicht ohne ärztliche Rücksprache absetzen oder verändern.

Was Sie selbst für Ihren Blutdruck tun können

Salz ist ein guter Hebel. Empfohlen werden höchstens 6 g Speisesalz pro Tag, etwa ein Teelöffel. Tatsächlich essen Frauen in Deutschland im Schnitt rund 8 g, Männer rund 10 g. Der größte Teil steckt nicht im Salzstreuer, sondern in Brot, Wurst, Käse, Fertiggerichten und Essen außer Haus. Wer öfter selbst kocht und mit Kräutern würzt, spart unauffällig Salz. Weitere Stellschrauben: • Bewegung: regelmäßige Ausdaueraktivität wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen an den meisten Tagen der Woche • Gewicht: Bei Übergewicht senkt jedes abgenommene Kilo die Belastung für Herz und Gefäße. • Alkohol: wenig oder gar nicht • Rauchen: Ein Rauchstopp senkt das Herz-Kreislauf-Risiko deutlich. • Ernährung: viel Gemüse, Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchte Teilen Sie Ihrer Praxis mit, wenn Sie regelmäßig Schmerzmittel oder abschwellende Nasensprays verwenden, weil sie den Blutdruck beeinflussen können.

Schwere Beine und Krampfadern

Krampfadern sind erweiterte, geschlängelte Venen an den Beinen. Etwa jeder fünfte Erwachsene bekommt sie im Lauf des Lebens, Frauen häufiger als Männer. Ursache sind meist schwache Venenwände und Venenklappen, sodass das Blut schlechter zum Herzen zurückfließt. Risikofaktoren sind höheres Alter, Veranlagung, Übergewicht, Berufe mit langem Stehen und eine frühere Thrombose. In der Schwangerschaft treten Krampfadern oft erstmals auf und bessern sich danach häufig wieder. Typisch sind schwere, müde oder geschwollene Beine, Spannungsgefühl, Juckreiz und nächtliche Wadenkrämpfe. Abends, nach langem Stehen oder Sitzen und bei Hitze sind die Beschwerden meist stärker. Wie auffällig Krampfadern aussehen, sagt wenig darüber, wie viele Beschwerden sie machen. Im Alltag hilft es, langes Stehen und Sitzen zu unterbrechen, die Waden zu bewegen, die Beine hochzulegen und sie nicht übereinanderzuschlagen. Kompressionsstrümpfe werden häufig eingesetzt, ob sie die Beschwerden zuverlässig lindern, ist aber nicht abschließend geklärt. Bei starken Beschwerden kommen Eingriffe wie Verödung, Verschluss durch Hitze oder eine Operation infrage. Geschwollene Beine können auch auf eine Herzschwäche hinweisen und sollten bei neuem Auftreten abgeklärt werden.

Notfall: wann Sie sofort die 112 wählen

• Brustschmerzen, Engegefühl in der Brust oder Atemnot, auch wenn sie in Arm, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen • plötzliche Lähmung oder Taubheit einer Körperseite, hängender Mundwinkel, Sprach- oder Sehstörungen • plötzliche Atemnot, Brustschmerz oder Herzrasen, besonders nach einer Beinschwellung oder längerer Bettlägerigkeit • sehr hohe Blutdruckwerte zusammen mit Brustschmerz, Atemnot, Sehstörungen oder Verwirrtheit Ein plötzlich geschwollenes, schmerzendes und überwärmtes Bein kann auf eine Thrombose hinweisen und sollte noch am selben Tag ärztlich untersucht werden. Rasch abklären lassen sollten Sie auch eine Wunde am Knöchel, die nach zwei Wochen nicht abheilt, und eine rote, warme, schmerzhafte Vene. Wiederholt erhöhte Blutdruckwerte gehören in die hausärztliche Praxis.

Häufige Irrtümer

• »Hohen Blutdruck würde ich merken.« Meist nicht, deshalb ist regelmäßiges Messen so wichtig. • »Ein hoher Wert beim Arzt heißt Bluthochdruck.« Aufregung in der Praxis kann den Wert erhöhen. Die Diagnose stützt sich auf mehrere Messungen. • »Sind die Werte gut, brauche ich meine Tabletten nicht mehr.« Gute Werte unter Behandlung zeigen meist, dass die Medikamente wirken. Änderungen gehören in ärztliche Hände. • »Venensalben lassen Krampfadern verschwinden.« Für Cremes, Salben und Tabletten mit Pflanzenextrakten ist eine Wirkung auf Krampfadern nicht belegt.

Nahrungsergänzungsmittel realistisch eingeordnet

Nahrungsergänzungsmittel sind rechtlich Lebensmittel. Sie haben keine arzneiliche Wirkung und dürfen nicht damit werben, den Blutdruck zu senken. Zugelassen sind nur einzelne Aussagen zu Nährstoffen, zum Beispiel »Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.« oder »EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei.« Sie beschreiben die normale Körperfunktion, keine Behandlung. Für Venenmittel mit Rosskastanie oder rotem Weinlaub, ob als Kapsel, Gel oder Creme, ist eine Wirkung auf Krampfadern nicht nachgewiesen. Manche Menschen empfinden kühlende Gele bei schweren Beinen trotzdem als angenehm. Wichtig bei Herz-Kreislauf-Medikamenten: • Kaliumpräparate können bei bestimmten Blutdruckmitteln und bei Nierenerkrankungen ungünstig sein. Nehmen Sie sie nur nach Rücksprache. • Wer Blutverdünner einnimmt, bespricht jedes zusätzliche Präparat vorher, auch pflanzliche. • Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.

Wo Sie Unterstützung finden

Erste Anlaufstelle ist die hausärztliche Praxis. Weitere Hilfe bieten kardiologische Fachpraxen, bei Venenproblemen angiologische oder phlebologische Praxen. Herzsportgruppen bieten Bewegung unter Anleitung, Selbsthilfegruppen den Austausch mit anderen Betroffenen. Ernährungsberatung hilft beim salzärmeren Kochen.

Produkte in diesem Bereich

Unten finden Sie Produkte, die wir dem Thema Herz, Kreislauf und Venen zugeordnet haben, darunter Kapseln und Pflegecremes für die Beine. Sie ersetzen keine Behandlung. Bei erhöhtem Blutdruck oder Herzbeschwerden besprechen Sie bitte jedes Präparat mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Häufige Fragen

Ab wann ist der Blutdruck zu hoch?

Bei Erwachsenen spricht man von Bluthochdruck, wenn wiederholt Werte von 140/90 mmHg oder darüber gemessen werden. Ein einzelner hoher Wert reicht für die Diagnose nicht. Ab wann Medikamente sinnvoll sind, hängt vom persönlichen Risiko ab.

Merkt man Bluthochdruck?

Meist nicht, ein mäßig erhöhter Blutdruck macht keine Beschwerden. Nur sehr hohe Werte können Schwindel oder Sehstörungen auslösen. Regelmäßiges Messen ist deshalb der einzige verlässliche Weg, ihn zu erkennen.

Wie kann ich meinen Blutdruck natürlich senken?

Weniger Salz, mehr Bewegung, Abnehmen bei Übergewicht, wenig Alkohol und ein Rauchstopp können den Blutdruck senken. Manchmal reicht das aus, manchmal sind zusätzlich Medikamente nötig. Ärztlich verordnete Medikamente nicht ohne ärztliche Rücksprache absetzen oder verändern.

Wie viel Salz am Tag ist in Ordnung?

Empfohlen werden höchstens 6 g Speisesalz pro Tag, etwa ein Teelöffel. Die meisten Menschen in Deutschland essen deutlich mehr. Das meiste Salz steckt in Brot, Wurst, Käse und Fertiggerichten.

Wie messe ich meinen Blutdruck richtig?

Setzen Sie sich vorher fünf Minuten ruhig hin, legen Sie die Manschette auf Herzhöhe an und sprechen Sie während der Messung nicht. Messen Sie morgens und abends möglichst zur gleichen Zeit und notieren Sie die Werte.

Können Medikamente den Blutdruck erhöhen?

Ja. Dazu gehören Schmerzmittel wie Ibuprofen und Diclofenac, abschwellende Nasensprays und östrogenhaltige Verhütungsmittel. Erwähnen Sie solche Mittel bei der Blutdruckkontrolle.

Was hilft bei schweren Beinen?

Bewegung, regelmäßiges Hochlegen und das Unterbrechen von langem Stehen oder Sitzen entlasten die Venen. Kompressionsstrümpfe werden häufig eingesetzt. Schwellen die Beine neu oder einseitig an, sollte das ärztlich abgeklärt werden.

Helfen Venensalben oder Rosskastanie gegen Krampfadern?

Eine Wirkung von Venenmitteln mit Pflanzenextrakten auf Krampfadern ist nicht belegt. Kühlende Gele empfinden manche als angenehm. Bei starken Beschwerden kommen Kompression oder ein Eingriff infrage.

Wann ist es bei Herz-Kreislauf-Beschwerden ein Notfall?

Bei Brustschmerzen, Engegefühl, Atemnot, plötzlicher Lähmung, Sprach- oder Sehstörungen sofort den Notruf 112 wählen. Bei Brustschmerzen nicht den Bereitschaftsdienst, sondern den Rettungsdienst rufen.

Produkte

Produkte in diesem Bereich

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Blood Pressure Glyco Forte

Blood Pressure Glyco Forte sind Kapseln mit Weißdornbeeren, Knoblauch, Hibiskusblüten, Magnesium und Kalium für Erwachsene, die auf ihren Blutdruck achten: 2 Kapseln täglich, 30 Stück pro Dose.

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CardioBalance

CardioBalance von Geberich verbindet Weißdorn, Hibiskus, Cranberry, Aronia, Olivenblatt, L-Arginin, Coenzym Q10, Magnesium, Vitamin B6 und Folsäure in pflanzlichen Kapseln: 2 Kapseln zweimal täglich zum Essen.

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Cardiotensive

Cardiotensive von LACREA sind Tabletten mit Weißdorn, Knoblauch und Olivenblattextrakt für Erwachsene, die Herz und Kreislauf begleiten möchten: 2 Tabletten morgens, 20 Stück pro Dose.

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Hemp Seed Oil

Hemp Seed Oil von NUTRILIAN sind Weichkapseln mit Hanfsamenöl, reich an Linolsäure und pflanzlicher Omega-3-Fettsäure: geschmacksneutral zur Mahlzeit, kein CBD-Produkt, 20 Kapseln pro Dose.

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Venovixil Vein Care Cream

Venovixil Vein Care Cream ist eine kühlende Beincreme mit Rosskastanie, Hamamelis, Arnika, Centella, Aloe vera, Menthol und Vitamin E: morgens und abends erbsengroß von unten nach oben einmassieren.

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Cardiden

Cardiden ist ein Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform für Menschen, die ihr Herz-Kreislauf-Wohlbefinden bewusst begleiten möchten – 20 Kapseln in einer handlichen Dose.

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Optiheart

Optiheart sind Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren, Sanddornöl, Brennnesselwurzel sowie den Vitaminen B1, B6 und B12 für Erwachsene, die ihr Herz-Kreislauf-System im Alltag begleiten möchten.

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Varicold

Varicold ist ein Pflegeprodukt zur äußerlichen Anwendung an den Beinen in einer praktischen Spenderflasche, das für ein frisches, kühlendes Gefühl bei müden, schweren Beinen gedacht ist.

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Veniselle

Veniselle ist eine Beincreme mit Rosskastanie, Kamille und Brennnessel für müde, schwere Beine: zieht schnell ein, fettet nicht, zweimal täglich von den Knöcheln aufwärts einmassieren, 50-ml-Tube.

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Quellen

  1. Bluthochdruck (Hypertonie) – gesundheitsinformation.de (IQWiG)
  2. Bluthochdruck – gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit)
  3. Krampfadern – gesundheitsinformation.de (IQWiG)
  4. Speisesalz – Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
  5. Tiefe Venenthrombose – gesundheitsinformation.de (IQWiG)
  6. Nahrungsergänzungsmittel – was ist zu beachten? – gesundheitsinformation.de

Stand: 12.10.2026